Mit der grafischen Reduktionsmethode werden die Faktoren, wie Gefahrenstufen, Hangsteilheit, Verhältnisse und Exposition miteinander kombiniert und daraus eine Abschätzung des Lawinenrisikos gewonnen.
Mit der aktuellen Gefahrenstufe aus dem LLB (INFO) und der gemessenen Hangsteilheit aus der Karte
oder dem Gelände (INFO), zeigt die Grafik das Lawinenrisiko bei unterschiedlichen Verhältnissen.
HANGSTEILHEIT INFO
> 40°
35° bis 40°
30° bis 35°
< 30°
LAWINENSTUFE INFO
GÜNSTIGE VERHÄLTNISSE INFO
UNGÜNSTIGE VERHÄLTNISSE INFO
GERINGES
RISIKO
VORSICHT ENTLASTUNGSABSTÄNDE + KLEINE GRUPPEN
HOHES
RISIKO
  • UNSER TIPP:

    Hier ist Tourengehen relativ sicher da Lawinenunfälle sehr selten (aber möglich) sind. Es sollte bei jeder Tour auf mögliche Gefahrenzeichen geachtet werden.
  • UNSER TIPP:

    Hier ist Tourengehen relativ sicher da Lawinenunfälle sehr selten (aber möglich) sind. Es sollte bei jeder Tour auf mögliche Gefahrenzeichen geachtet werden.
  • UNSER TIPP:

    Hier ist Vorsicht geboten, das Risiko muss im Einzelhang abgewägt werden. Das Verhalten muss dem Risiko angepasst und die Routenwahl durchdacht werden. Hier sollte besonders auf die Entlastungsabstände (> 10m) und eine kleine Gruppengröße geachtet werden. In der Abfahrt werden Hänge einzeln befahren und an sicheren Sammelpunkten gewartet. Wer nicht über eine entsprechende Erfahrung und Ausbildung verfügt sollte hier VERZICHTEN.
  • UNSER TIPP:

    Hier ist Vorsicht geboten, das Risiko muss im Einzelhang abgewägt werden. Das Verhalten muss dem Risiko angepasst und die Routenwahl durchdacht werden. Hier sollte besonders auf die Entlastungsabstände (> 10m) und eine kleine Gruppengröße geachtet werden. In der Abfahrt werden Hänge einzeln befahren und an sicheren Sammelpunkten gewartet. Wer nicht über eine entsprechende Erfahrung und Ausbildung verfügt sollte hier VERZICHTEN.
  • UNSER TIPP:

    Hier besteht eine sehr große Gefahr, der Hang sollte gemieden werden!
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Hangsteilheit

HANGSTEILHEIT AUS KARTE ERMITTELN
HANGSTEILHEIT DURCH DEN PENDELTEST ERMITTELN

Die Steilheit des Hanges lässt sich im Gelände ganz leicht mit einen Hangsteilheitsmesser feststellen. Hier gibt es unterschiedliche Ausführungen mit leichter Handhabung. Kann man auf keinen Hangsteilheitsmesser zurückgreifen, kann die Steilheit ganz einfach mit dem Pendeltest ermitteln werden.

Im Gelände gibt der Pendeltest (mit den gleichlangen Skistöcken) ganz leicht Aufschluss über die Neigung des Hanges. Hierbei wird ein Skistock hangabwärts in den Schnee gelegt, und ohne die Lage der Stockspitze zu verändern wieder aufgestellt. Der zweite Stock wird an den ersten Stock gehalten und dient als Pendel.

Trifft der pendelnde Stock unterhalb des Scheeabdruckes auf die Schneeoberfläche ist der Hang steiler als 30°. Jede 10 cm, um die die Stockspitze unterhalb des Schneeabdruckes auftritt, ist der Hang 3° steiler. Trifft der Stock in die Markierung ist der Hang flacher als 30°.

Hangsteilheit aus der Karte ermitteln

Die Neigung eines Hanges kann man ganz einfach mit einer Hangneigungsmesslehre aus einer Topografischen heraus lesen. Dazu braucht man eine Topografische Karte, am besten im Maßstab 1:25 000 und eine Messlehre (diese sollte auch im Maßstab 1:25 000 sein).

Erklärung Messlehre

Die Messlehre ist auf eine Karte im Maßstab 1:25 000 angepasst. Auf ihr sieht man aufsteigende Gradangaben in Fünfer Schritten mit darunterliegenden unterschiedlich großen Strichzwischenräumen. Beim Messen ergibt dann die Übereinstimmung der Zwischenräume, mit den Höhenlinien in der Karte, die Hangsteilheit.

Erklärung Anwendung in der Karte

Beim Messen in der Karte muss man erst ein Hangstück auswählen, dessen Steilheit ermittelt werden soll. Aus den Abständen der Höhenlinien kannst du die Hangsteilheit ermitteln. Die Messlehre wird nun im Rechtenwinkel auf die Höhenlinien gelegt und soweit verschoben, bis die Abstände der Messlehre mit denen der Höhenlinie übereinstimmen. Jetzt kann die Steilheit abgelesen werden. Hier liegen 25 ° Hangsteilheit vor.

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Lawinenstufen

Zu jeder Tourenplanung gehört immer der Blick in den LAWINENLAGEBERICHT (LLB). Der LLB gibt einen Überblick über den Schneedeckenaufbau, die Wetterverhältnisse am Berg und vor allem über die aktuelle Lawinengefahr. Die Gefahrenstufen der europäischen Lawinengefahrenskala sind im gesamten Alpenraum gleich definiert. Die ausgegebene Gefahrenstufe bezieht sich immer auf eine Region und kann lokal in einzelnen Hängen variieren. Das heißt, bei Stufe 3 findet man auch in einer Region Steilhänge, die sicher und solche, die brandgefährlich sind.

Entnehme die aktuelle Gefahrenstufe aus dem entsprechenden LAWINENLAGEBERICHT.

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Günstige Verhältnisse

Der Blick in den LLB zeigt uns welche Bereiche und Hangausrichtungen besonders zu meiden sind, und welche Verhältnisse vorliegen können. Um die Gefahr besser einschätzen zu können, ist es wichtig zu entscheiden ob bei einem ausgewählten Hang günstige oder ungünstige Verhältnisse vorliegen.

Im Gelände können oft viele unterschiedliche Hangformen und -expositionen vorherrschen. Aus dem LLB kannst du herauslesen welche Bereiche, (Höhenstufen, Expositionen und Geländeformen) besonders beachtet oder sogar gemieden werden sollten. Durch unterschiedliche Einflüsse kann die Lawinengefahr in bestimmten Hängen mehr oder weniger Gefährlich sein.

Um die Gefahr besser einschätzen zu können, ist es wichtig zu entscheiden, ob bei einem ausgewählten Hang günstige oder ungünstige Verhältnisse vorliegen. Die Hänge, die im Lagebericht genannt und vor denen gewarnt wird, gelten selbstverständlich als „ungünstig“. Darüber hinaus kann man das Zutreffen der „ungünstigen“ Faktoren (Verhältnisse) beobachten und in die Gefahrenbeurteilung mit einbeziehen.

Günstige Verhältnisse sind:

Wenn aufgrund fehlender Beobachtung oder Information nicht in günstige oder ungünstige Verhältnisse unterschieden werden kann, sollte von ungünstigen Verhältnissen ausgegangen werden.

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Ungünstige Verhältnisse

Der Blick in den LLB zeigt uns welche Bereiche und Hangausrichtungen besonders zu meiden sind, und welche Verhältnisse vorliegen können. Um die Gefahr besser einschätzen zu können, ist es wichtig zu entscheiden ob bei einem ausgewählten Hang günstige oder ungünstige Verhältnisse vorliegen.

Im Gelände können oft viele unterschiedliche Hangformen und -expositionen vorherrschen. Aus dem LLB kannst du herauslesen welche Bereiche, (Höhenstufen, Expositionen und Geländeformen) besonders beachtet oder sogar gemieden werden sollten. Durch unterschiedliche Einflüsse kann die Lawinengefahr in bestimmten Hängen mehr oder weniger Gefährlich sein.

Um die Gefahr besser einschätzen zu können, ist es wichtig zu entscheiden, ob bei einem ausgewählten Hang günstige oder ungünstige Verhältnisse vorliegen. Die Hänge, die im Lagebericht genannt und vor denen gewarnt wird, gelten selbstverständlich als „ungünstig“. Darüber hinaus kann man das Zutreffen der „ungünstigen“ Faktoren (Verhältnisse) beobachten und in die Gefahrenbeurteilung mit einbeziehen.

Ungünstige Verhältnisse sind:

Wenn aufgrund fehlender Beobachtung oder Information nicht in günstige oder ungünstige Verhältnisse unterschieden werden kann, sollte von ungünstigen Verhältnissen ausgegangen werden.